Für die Berechnung einer Baseline XDC im XDC Climate Explorer werden folgende Angaben benötigt:
Alle Datenanforderungen sind im XDC Climate Explorer selbst transparent dargestellt. Dort wird auch Schritt für Schritt erklärt, wie die XDC berechnet wird und welcher Datenpunkt für welchen Berechnungsschritt benötigt wird.
Scope 3 macht bei vielen Unternehmen den größten Teil der Emissionen aus – oft fehlen hier aber detaillierte Daten. Der XDC Climate Explorer unterstützt in solchen Fällen mit sektorspezifischen Hochrechnungen:
Wichtig: Wenn sektorbasierte Schätzungen genutzt werden, sollte dies im Beratungsprozess transparent kommuniziert werden. Nur so können Kunden einschätzen, welche Ergebnisse bereits belastbar sind und wo noch Nachbesserung nötig ist.
Eine ausführliche Beschreibung der Schätzlogiken für unterschiedliche Datenlücken findet sich in einem Dokument, das auf der XDC Academy zur Verfügung steht.
Für die Berechnung der XDC braucht es die Bruttowertschöpfung (BWS) des Unternehmens. Im XDC Climate Explorer wird diese in ihre Bestandteile aufgesplittet erfasst:
Zusätzlich wird auch der Umsatz abgefragt, der allerdings nur als statistischer Abgleich dient (z. B. um Ausreißer im Emissionsprofil zu erkennen).
Alle Finanzdaten müssen in Euro (€) eingegeben werden. Der Explorer rechnet sie im Hintergrund automatisch um:
Durch diese Anpassungen sind die Ergebnisse international und zeitlich vergleichbar, unabhängig davon, wo ein Unternehmen sitzt oder welches Basisjahr gewählt wurde.
Für die Beratungspraxis heißt das: Es genügt, die Werte aus dem geprüften Jahresabschluss oder ESG-Report zu übernehmen – die notwendigen Korrekturen für PPP und Inflation erfolgen vollautomatisch im XDC Climate Explorer.
Für die Eingabe im XDC Climate Explorer können Berater:innen auf verschiedene Datenquellen zurückgreifen – je nach Reifegrad und Transparenz des Kunden:
In der Beratungspraxis reicht es meist, mit den Zahlen aus Geschäftsbericht und ESG-Report zu starten. Der Explorer macht transparent, ob Unternehmensdaten oder sektorale Schätzungen verwendet wurden.
Für belastbare XDC-Analysen, die z. B. in Reporting, Kommunikation oder zur Steuerung eingesetzt werden, gilt:
👉 Wir empfehlen ausdrücklich, mit ungeprüften Daten keine Belastbarkeit von Ergebnissen zu behaupten. Wenn Berater:innen dennoch mit vorläufigen oder geschätzten Werten arbeiten (z. B. für erste Workshops oder Proof-of-Concepts), sollte das Ergebnis immer klar als vorläufig gekennzeichnet werden.
Ein guter Weg, mit Unsicherheiten umzugehen, ist die Nutzung der Szenarioanalyse im XDC Climate Explorer: Dadurch wird sichtbar, wie stark sich mögliche Datenungenauigkeiten auf die XDC auswirken – und es bleibt transparent, welche Bandbreiten bestehen.